Herzlich willkommen auf der Website der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes (PKS), der berufsständischen Selbstverwaltung der Psychologischen PsychotherapeutInnen (PP) und der Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen (KJP) im Saarland.

Auf unseren Seiten möchten wir Sie als Mitglieder, Patienten, Ratsuchende oder Interessierte informieren über die Aufgaben der Kammer, über Fortbildung und Veranstaltungen sowie Fragen zu den Berufen der PP und KJP. Für Patienten und Rat- oder Hilfesuchende bieten wir zudem ausführliche Informationen zu psychischen Erkrankungen und ihrer Behandlung sowie einen Online-Suchdienst für Psychotherapeuten.

 


Ukraine Flagge Pixabay bookdragon

Die Psychotherapeutenkammer des Saarlandes verurteilt Putins Krieg gegen die Ukraine

Die Psychotherapeutenkammer des Saarlandes verurteilt jeglichen Verstoß gegen das Völkerrecht und den Krieg Putins gegen die Ukraine. Mit Blick auf das tragische Geschehen sind wir erschüttert, trauern um die Toten, hoffen für die Verletzten und begleiten in Gedanken die große Zahl von Geflüchteten, von Frauen und Kindern. Die Trennung von Familien, Tod und Flucht sind Ursachen schwerer Traumatisierungen und damit ganz erheblicher psychischer Verletzungen. Dies gilt leider in besonderem Maße für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche.

Wir erklären uns solidarisch mit allen betroffenen Menschen. Wir fordern die politischen Mandatsträger auf, der Aggression Putins weiterhin offensiv zu begegnen und insbesondere durch diplomatische Bemühungen dafür zu sorgen, dass der Frieden wieder hergestellt wird. Wir begrüßen die Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland und im Saarland. Um deren psychosoziale Versorgung sicher zu stellen, sind in einem ersten Schritt Informationen zu psychischen Belastungsreaktionen für die Betroffenen hilfreich.

Diese finden Sie hier, und zwar für Betroffene: patienteninfo/fluechtlinge-und-migranten und für die Mitglieder: aktuelles/fluechtlinge-und-migranten

Gerne verweisen wir auch auf diese Informationen und Übungen für traumatisierte Menschen, in mehreren Sprachen: https://psz-duesseldorf.de/wir-fuer-sie/nawa/

Frau Pallien vom Psychosozialen Zentrum des DRK bittet darum, dass sich englisch-, ukrainisch- und russischsprachige Psychologische PsychotherapeutInnen und Kinder- und Jugendlichen PsychotherapeutInnen bei ihr melden, am besten mit Angaben von Kapazitäten, zur eventuellen späteren therapeutischen Begleitung.

Wir bitten unsere Mitglieder um tatkräftige Unterstützung: www.lv-saarland.drk.de.

Wenn Sie weitere Ideen und Vorschläge haben, wie wir Menschen in dieser Ausnahmesituation mitten in Europa helfen können, geben Sie uns gerne Bescheid. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir freuen uns, dass wir an dieser Stelle auch auf fremdsprachige Materialien der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie an der Uniklinik Ulm und auf Handreichungen des National Child Traumatic Stress Network verweisen können.

Nach der Krise - Kindern heilen helfen:

Englisch: after_a_crisis_helping_young_children_heal.pdf (nctsn.org)

Deutsch: 2_Nach_der_Krise.pdf (uniklinik-ulm.de)

Ukrainisch: 2_Nach_der_Krise_Ukranian.pdf (uniklinik-ulm.de)

Russisch: 2_Nach_der_Krise_Russian.pdf (uniklinik-ulm.de)

Mit Kindern über Krieg sprechen:

Englisch: talking-to-children-about-war.pdf (nctsn.org)

Deutsch: 1_Mit_Kindern_ueber_Krieg_sprechen.pdf (uniklinik-ulm.de)

Ukrainisch: 1_Rozmova_z_ditmi_pro_viinu_ueber_Krieg_sprechen_Ukrainian.pdf (uniklinik-ulm.de)

Russisch: 1_Beseda_s_detmi_o_voine_ueber_Krieg_sprechen_Russian.pdf (uniklinik-ulm.de)

Altersentsprechende Traumasymptome:

Englisch: age_related_reactions_to_traumatic_events.pdf (nctsn.org)

Deutsch: 3_Altersentsprechende_Traumareaktionen.pdf (uniklinik-ulm.de)

Ukrainisch: 3_Altersentsprechende_Traumareaktionen_Ukrainian.pdf (uniklinik-ulm.de)

Russisch: 3_Sootvetstvujushchie_vozrastu_reakcii_na_travmu_Traumasymptome_Russian.pdf (uniklinik-ulm.de)

 

Zudem verweisen wir auf die Informationen von www.startyourway.de:

Hier finden Sie unter anderem auch Selbsthilfe-Material für Eltern-Kinder- und Jugendliche auf ukrainisch zum download:

https://www.startyourway.de/downloads-links/ 
 

Traumatisierten Kindern richtig helfen www.elternratgeber-fluechtlinge.de auf Ukrainisch und Russisch

Unter den ukrainischen Flüchtlingen sind viele Kinder und Jugendliche, die Kriegsgreuel erlebt haben. Die Erinnerungen an die fürchterlichen Ereignisse brennen sich häufig in das Gedächtnis ein. Sie vergehen nicht, sondern kehren immer wieder. Kinder und Jugendliche reagieren sehr unterschiedlich und jeweils auf eigene Weise auf Ereignisse, die zu viel für sie waren. Manche ziehen sich zurück. Sie sind niedergeschlagen und traurig. Andere sind sehr unruhig oder viel aktiver als früher. Große Kinder benehmen sich plötzlich wie kleine Kinder. Manchmal machen sie nachts wieder ins Bett. Andere Kinder wollen alles bestimmen und unter ihre Kontrolle bringen. Ältere Kinder und Jugendliche sagen manchmal, dass sie nicht mehr an die Zukunft glauben. Sie sagen, dass sie nicht erwachsen oder alt werden.

Ein Kind, das schreckliche Ereignisse nicht vergessen kann, sollte nicht bedrängt werden. Es kann sich nicht zusammenreißen und sich wieder normal verhalten. Es kann seine Erinnerung nicht verscheuchen, auch wenn es das will. Fühlt sich das Kind gezwungen, seine Gedanken und Gefühle zu verbergen, sind diese Gedanken und Gefühle nicht einfach weg. Sie sind weiter da. Es ist für das Kind aber noch schwieriger, mit ihnen zu leben. Das Wichtigste, was ein traumatisiertes Kind braucht, ist zuallererst das Gefühl, sicher und aufgehoben zu sein. Eltern sollten ihren Kindern immer wieder sagen, dass der Krieg jetzt weit weg ist und es dort, wo es nun ist, nicht mehr durch den Krieg bedroht ist. Sie sollten viel mit ihren Kindern zusammen sein und sie möglichst nicht in einer fremden Umgebung allein lassen. Eltern können ihren Kindern mit Kriegserlebnissen nicht oft genug zeigen, dass sie sie mögen und gerne mit ihnen zusammen sind. Das, was das Kind dann am meisten braucht, ist Geborgenheit.

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat für Flüchtlingseltern einen Ratgeber herausgegeben, der erklärt, wie sie richtig auf ihre traumatisierten Kinder reagieren können. Dieser Ratgeber ist als Webseite verfügbar: www.elternratgeber-fluechtlinge.de oder www.parent-refugees.de. Er ist auch in das Ukrainische und Russische übersetzt sowie auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch und Persisch zu lesen. Außerdem gibt es ein ausdruckbares Plakat mit QR-Code, dass auf die Webseite aufmerksam macht.


Trauma Broschüren der Unfallkasse Berlin auf Ukrainisch und Russisch

 

Psychische Akuthilfe: BDP schaltet ab 12.03.2022 BDP-Ukrainekrieg-Hotline "0800 777 22 44"

https://www.bdp-verband.de/presse/pm/2022/psychische-akuthilfe-bdp-schaltet-ab-samstag-ukrainekrieg-hotline.html


Ukraine - Themenportal zur aktuellen Lage der saarländischen Landesregierung

https://www.saarland.de/DE/portale/ukraine/home/home_node.html


Stand 11.03.2022

Informationen zur Finanzierung von Psychotherapie bei Geflüchteten

Die KBV hat am 08.03.2022 mitgeteilt, dass die medizinische Versorgung von Vertriebenen aus der Ukraine nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erfolgt.

https://www.kbv.de/html/1150_57290.php

Die zuständigen Ämter der Kommunen bzw. der Landkreise/des Regionalverbandes stellen dazu Behandlungsscheine aus, mit denen die Betroffenen KJP und PP aufsuchen können. In medizinisch notwendigen Einzelfällen kann auch eine Psychotherapie nach dem AsylbLG erbracht werden. Bei der Anlage des Scheines in Ihrer Abrechnung ist die VKNR des jeweiligen Landkreises zu verwenden.In Notfällen kann die Behandlung auch ohne Behandlungsschein erfolgen. Notwendig ist hierfür ein gemeldeter Aufenthaltsort oder die Unterbringung in einer örtlichen Einrichtung. Die KV Saarland weist darauf hin, dass in diesen Fällen (ohne Behandlungsschein) keine Kostenerstattung garantiert werden kann.

Weiteres unter: https://www.ptk-saar.de/images/BAfF_Arbeitshilfe_Therapiebeantragung.pdf


Stand 11.03.2022

Information für Behandlungssuchende aus der Ukraine

 


Fragen zum Thema Coronavirus

Bitte beachten Sie: Aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens sind viele Entscheidungen und Empfehlungen schnell überholt. Wir sind bemüht, die Informationen stetig zu aktualisieren. Die jeweils aktuelle Coronaverordnung finden Sie unter: https://www.saarland.de/DE/portale/corona/service/rechtsverordnung-massnahmen/rechtsverordnung-massnahmen_node.html 

Aktuelle saarländische Corona-Verordnung / Maskenpflicht

Stand 05.04.2022

Wir zitieren aus dem Schreiben des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie:
"Seit dem 20. März 2022 besteht grundsätzlich keine bundesrechtliche Grundlage mehr für die Anordnung von Corona-Schutzmaßnahmen. In weiten Teilen des öffentlichen Lebens werden die angeordneten Maßnahmen derzeit aufgehoben. Infolge des geänderten Infektionsschutzgesetzes werden auch die Regelungen der Saarländischen Verordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie entsprechend angepasst.

Allerdings bewegen sich die Fallzahlen sich nach wie vor auf einem hohen Niveau, wenngleich eine krankheitsbedingte Notlage, die zur Überlastung des Gesundheitssystems führen kann, bisher nicht eingetreten ist. Das neue Infektionsschutzgesetz sieht zwar eine generelle Maskenpflicht in Krankenhäusern, Dialyse- und Pflegeeinrichtungen sowie dem öffentlichen Nahverkehr vor. Hinsichtlich der Arztpraxen ist hingegen lediglich eine Ermächtigung der Bundesländer zu einer Regelung durch Rechtsverordnung enthalten. Davon hat das Saarland Gebrauch gemacht, sodass sich für die (humanmedizinischen) Arztpraxen ab dem 3. April 2022 dabei folgende rechtliche Vorgaben ergeben:

a)    Mund-Nasen-Schutz

In Arztpraxen, wie auch in Krankenhäusern, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, Dialyseeinrichtungen und den Pflegeeinrichtungen besteht weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) oder einer medizinischen Gesichtsmaske (Mund-Nasen-Schutz). Dies ergibt sich aus § 28a Absatz 7 Nr. 1 IfSG i. V. m. § 2 Absatz 1 der Saarländischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (VO-CP).

Die Betreiber der jeweiligen Praxis oder Einrichtung haben die Einhaltung dieser Pflicht sicherzustellen. Ausnahmen gelten unverändert u. a. für Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres, Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Behinderungen, wie auch bei Tätigkeiten, bei denen „nach der Natur der Sache“ das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich ist. Dazu zählen beispielsweise medizinische Behandlungen in den entsprechenden Bereichen des Körpers sowie auch psychotherapeutische Sprechstunden.

Für Zahnarztpraxen und psychotherapeutische Praxen außerhalb von den oben genannten Einrichtungen gelten diese Vorgaben nicht. Der Bundesgesetzgeber hat die Länder lediglich zur Regelung in „Arztpraxen“ in § 28a Absatz 7 IfSG ermächtigt und gerade keinen Verweis auf die Zahnarztpraxen nach § 23 Absatz 3 Satz 1 Nr. 8 und 9 IfSG aufgenommen. Von der sog. „Hotspot-Regelung“, die eine weitergehende Anordnung erlauben würden, hat das Saarland bislang keinen Gebrauch gemacht, da die bundesgesetzlichen Voraussetzungen nicht vorliegen.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie empfiehlt jedoch weiterhin, zu Eigen- und Fremdschutz einen Mund-Nasen-Schutz insbesondere an den Örtlichkeiten zu tragen, an denen sich Menschen treffen oder ein Abstand nicht gewahrt werden kann (z. B. Patient/-innen im Wartezimmer, behandelndes Personal in den Praxen).

b)    Verpflichtung zum Testen

Bislang war für Einrichtungen der Heil- und Gesundheitsberufe zwei Mal pro Woche eine Testverpflichtung für geimpftes und eine tägliche Verpflichtung für ungeimpftes Personal vorgesehen. Mit der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes sind auch die sog. „3G-Regelung“ am Arbeitsplatz sowie die spezielle Testpflicht für ärztliche und psychotherapeutische Praxen entfallen.

Die Praxis- und Einrichtungsinhaber können jedoch nach wie vor ihren Beschäftigten regelmäßige Testungen anbieten und dies in ihr Hygienekonzept aufnehmen. Die Kosten für PoC-Antigen-Schnell- oder Selbsttests für Praxispersonal werden zunächst bis zum 30. Jun 2022 weiterhin nach der Coronavirus-Testverordnung übernommen (GOP 88312 für Sachkosten PoC bzw. Selbsttest).

Von den genannten rechtlichen Vorgaben unbenommen ist das privatrechtliche Hausrecht des Praxis- oder Einrichtungsinhabers. Das bedeutet, dass darüberhinausgehende Maßnahmen durch die jeweilige Praxis oder Einrichtung selbstständig angeordnet werden können.
Allerdings ist die jeweilige Maßnahme im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit so auszugestalten, dass die Erfüllung des Versorgungsauftrages weder wesentlich erschwert noch gänzlich verhindert wird. Nach wie vor gilt hierbei der Grundsatz „Behandlungspflicht vor Hausrecht“, sodass Patient/-innen, die eine hausrechtlich vorgesehene Testung oder einen Mund-Nasen-Schutz verweigern, ggf. in gesonderten Sprechstunden oder Räumlichkeiten behandelt werden können."


Die aktuelle Corona-Verordnung finden Sie hier.
 


News

DEUTSCHLANDWEITE ONLINE-BEFRAGUNG: Patient:innen mit extremistischen Einstellungen und deren Angehörige in der psychotherapeutischen Behandlung
10 Mär 2022

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Termine

Gruppensupervision in tiefenpsychologisch fundierter Einzel-, Paar- und Familientherapie
20 Apr 2022;
00:00
Curriculum "Klinische Hypnose" (alle B - Grundkurse)
03 Jun 2021;
00:00


Hinweis für Patienten zur Psychotherapeutensuche

Die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland bietet seit 01.04.2017 die Möglichkeit, eine Psychotherapie-Sprechstunde und eine psychotherapeutische Akutbehandlung zeitnah zu vereinbaren. So soll gewährleistet werden, dass GKV-Versicherte in dringenden Fällen innerhalb von vier Wochen einen Facharzttermin erhalten, wenn dies mit Hilfe des überweisenden Arztes oder in Eigeninitiative im Vorfeld nicht gelungen ist.

Seit 01.01.2020 ist die Terminservicestelle von montags bis freitags zwischen 8.00 und 18.00 Uhr für Patienten ausschließlich über die Telefonnummer 116117 erreichbar. Zusätzlich besteht rund um die Uhr die Möglichkeit, online über die Seite www.116117.de einen Termin für eine dringliche Facharztbehandlung (bei Vorliegen einer Dringlichkeitsüberweisung Stufe 3 mit Vermittlungscode) sowie für eine zeitnah notwendig werdende psychotherapeutische Akutbehandlung / probatorische Psychotherapiesitzungen (bei Vorliegen eines PTV11 mit Kennzeichnung „zeitnah erforderlich“ mit Vermittlungscode) zu vereinbaren.

Nähere Informationen erhalten Sie über https://www.kvsaarland.de/terminservicestelle