Strategie „Mentale Gesundheit für junge Menschen“ – jetzt!

Die aktuelle Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt, eine Strategie für die „Mentale Gesundheit junger Menschen“ zu entwickeln. Geschehen ist bislang nichts. In einem seitens der BPtK veröffentlichten Erklärfilm wird knapp und verständlich dargestellt, „welche Probleme nun konkret angegangen werden müssen. Denn in Deutschland ist etwa jede fünfte Minderjährige* von einer psychischen Erkrankung betroffen. Doch die Versorgungssituation ist unzureichend. Durchschnittlich 28 Wochen warten betroffene Kinder und Jugendliche auf einen Therapieplatz. Hinzu kommen lange Anfahrtswege, vor allem in ländlichen Regionen. Das Problem: Die gegenwärtige Bedarfsplanung kann die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen nicht bedarfsgerecht steuern. Sie legt fest, wie viele Psychotherapeutensitze in jeder Region zur Verfügung stehen. Für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist lediglich ein starrer Mindestanteil von 20 Prozent für Psychotherapeut*innen vorgesehen, die ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln. Diese Struktur erlaubt es nicht, die Versorgung zielgenau für junge Menschen anzupassen, wenn bestimmte psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen besonders auffällig zunehmen oder besonders viele Heranwachsende in einem Planungskreis leben.“ (Quelle: BPtK)