Kultursensible Traumatherapie mit Geflüchteten – ein Vortrag der Psychotherapeutenkammer im PSZ- Standort Burbach

Der Arbeitskreis des Psychosozialen Zentrums des Deutschen Roten Kreuzes befasst sich mit der Versorgung von Geflüchteten in einem Netzwerk aus Beratungsstellen, Gesundheitsamt niedergelassenen Psychotherapeut*innen und weiteren Akteuren im Gesundheitswesen. Am 21.1.26 trug die Psychotherapeutenkammer, vertreten durch Susanne Münnich-Hessel, zur psychotherapeutischen Versorgungslage bei Geflüchteten und kultursensibler Traumatherapie vor.

Geflüchtete Menschen haben häufig vor und während ihrer Flucht ein enormes Ausmaß an seelischer und körperlicher Gewalt, schwere Misshandlungen sowie in vielerlei Hinsicht tiefgreifende Verluste erfahren. Diese Erlebnisse wiegen häufig so schwer, dass sie häufig zu schwerwiegenden Traumafolgestörungen führen. Ihre Behandlung benötigt neben Kenntnissen über Traumata und weitere Störungsbilder auch das Wissen über kulturelle Hintergründe und Besonderheiten der Therapiearbeit. Auch Menschen mit Einwanderungsgeschichte bringen teilweise Vorstellungen von Krankheit und Gesundheit mit, die, wenn sie nicht berücksichtigt werden, die psychotherapeutische Behandlung erschweren können. Thema des Vortrags war ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch über eine Kultur- und Rassismus- sensible therapeutische Haltung, die erforderlich ist, um sprachliche, kulturelle, religiöse und ethnische Besonderheiten der Patient*innen wahrzunehmen. Der erschwerte Zugang zur Psychotherapie wurde thematisiert, aber auch die Türöffner zu einer kultursensiblen Traumatherapie wurden vorgestellt und sich anhand konkreter Fallbeispiele ausgetauscht.

Die PDF wird hier zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zum Arbeitskreis bei Frau Pallien unter: pallienr@drk.saarland

(Text: Susanne Münnich-Hessel)